Zugangsdaten per Email zusenden

Bitte gib Deine Zugangsdaten ein

Melde Dich unverbindlich an!

Dein Passwort senden wir an Deine Mailadresse,
nur Du kannst Dich damit einloggen!

HOME Erotische Geschichten neue Storys Echte Amateur-Berichte Erotische Bildergalerien Sexberatung

Eine Nacht im Lustschloss.

 Es ist eins der prunkvollsten Lustschlösser Ludwigs II. von Bayern, und ich habe jeden Tag sechs Führungen in drei Sprachen durch die Räume gemacht. Doch nichts ist mir so in Erinnerung geblieben wie das große Bett des Königs. Während ich manche ältere Dame dabei ertappt habe, wie sie heimlich die erogenen Zonen der Rokokoengel streichelte und vielleicht an ihre Jugendliebe dachte, blieben die Jungen meistens fasziniert, neidisch und erregt vor dem Baldachinbett stehen. Was für ein großer Anspruch an so einen kleinen Mann. Aber wer würde nicht einmal im Bett gern der König sein? "Darf ich meinen Freund mal darin fotografieren?" "Sooft können wir die Wäsche nicht wechseln", machte ich immer den gleichen Scherz. "Außer mich dürfen Sie hier nichts anfassen. Hier, meine Damen und Herren, sehen Sie die ganze Pracht, in der Ludwig seine einsamen Nächte auf Schloss Linderhof verbrachte.

 .." "Hatte er denn keine Mätressen?" zischte mir eine ältere Dame hinter vorgehaltener Hand zu. "Nein. Er liebte nur sich selber." "Ach", murmelte die Dame. "Genau wie mein Mann." Sie warf ihrem Begleiter einen vorwurfsvollen Blick zu, und ich dirigierte die ruhelose Meute ins nächste Gemach. "König Ludwig hatte, wie sie vielleicht wissen, zwei Lieblingsvögel. Einer davon war der Pfau." Irgend jemand lachte hellauf. Und ich sah ein Mädchen, das mich mit wunderschönen großen Augen frech anstrahlte. "Und das andere Vögelchen?" Alle Umstehenden blickten uns beide an. Ich fühlte mich plötzlich wie nackt. Ich muß knallrot geworden sein. Unsicherheit gepaart mit Wut packten mich. "Ich weiß nicht, was Sie erwarten. Aber der andere Vogel ist der Schwan", antwortete ich hart und ärgerte mich, daß ich mich von ihr hatte für Sekunden aus der Fassung bringenlassen. Dann fuhr ich zögernd fort: "Was Sie hier sehen, meine Damen und Herren, ist das Klavier, das Ludwig für Wagner geschnitzt hat.

 .." Diesmal lachten fast alle. "Sie sind ja ganz durcheinander." Jemand legte mir beruhigend die Hand auf die Schulter. "...hat anfertigen lassen", verbesserte ich mich und war völlig aus dem Konzept gebracht. Als wir den letzten Raum mit der chinesischen Vasensammlung erreichten, bekam ich kein Wort mehr heraus. Und eins glaubte ich zu wissen. An allem war das Mädchen schuld. "Danke...danke...vielen Dank", stammelte ich monoton, als die Trinkgelder in meine aufgehaltene Hand prasselten. Da ich mein Studium damit finanzierte, pflegte ich mit zuzählen. Sieben Mark... neun Mark... das Mädchen war noch nicht vorbeigekommen. Ich hatte mir Rache geschworen...zehn Mark. Eine Frau streifte mich mit ihrem drallen Dirndl, sah mir tief in die Augen und drückte mir ein Fünfmarkstück in die Hand. "Schade, daß ein so sympathischer Mann nichts besseres findet", hauchte sie. "Ja", sagte ich, und mein Blick suchte nach dem Mädchen. Dann entfernten sich die Schritte der Gruppe. Der Liebesschrei eines Pfaus drang aus dem Park, und eine kühlende Erleichterung perlte mir von den Schultern, wie ein Schauer.

 Es ist die letzte Tour gewesen. Feierabend. Doch in der folgenden Stille geht mir auf, daß das Mädchen nicht vorbeigekommen sein kann. Sie muß noch im Schloss sein. Mein Gott, in einer Viertelstunde wird der Park zugemacht! Ich schließe leise die Tür von innen und gehe die Treppe wieder hinauf. Die Schatten der hohen Bäume draußen liegen auf den Fensterscheiben. Es ist fast dunkel hier drinnen. Wie auf natürlich gewachsenen Stalagmiten stehen die wertvollen chinesischen Vasen auf den Podesten und schimmern im letzten Tageslicht, als wären sie von innen erleuchtet. Irgendwo höre ich heftiges Atmen. "Hallo!" Niemand antwortet. "Ist da noch wer?" sage ich und habe mit einem mal Angst vor meiner eigenen Stimme. Da drüben ist das Geräusch. Wie ein Lachen. Ich mache zwei Schritte nach vorn.

 Eine Gestalt stürzt aus dem Dunkel eines japanischen Wandschirms. Blitzschnell werfe ich mich auf den Schatten. Ein halb unterdrückter Schrei, und sie zappelt unter mir. Ihre Schenkel sind gespreizt, und sie tritt mit ihren spitzen Schuhen nach mir. Ich taste mich über ihren bebenden Körper nach oben und drücke ihr Gesicht auf den Boden. "Der andere Vogel ist der Schwan", sage ich. "Faßt man so eine Dame an!" zischt sie und will in meine Hand beissen. "Klaut eine Dame chinesische Vasen?" frage ich. Geschmack hat sie. Sie hat ein Prachtstück in der Hand. Han-Dynastie. Zweihundert vor Christus. So ein Ding kriegt man auf keiner Auktion. "Das ist Diebstahl. So was kann mich den Job kosten. Geben sie her!" "Lassen sie mich erst mal los!" Ich lasse sie los. Sie steht auf. Unter den Schatten ihrer Augen glühen die Wangen.

 Ihre breiten, hochgezogenen Lippen sind selbstbewußt. "Wenn's Ihrem kleinen Image dient", sagt ie, läßt ihre Schuhe auf den Teppich gleiten, steigt auf einen der Rokokostühle, stellt die Vase zurück und kommt mit einem zerstörerischen Lächeln auf mich zu. "So ein Job würde mich ankotzen." "Nur daß ich damit mein Studium finanzieren muß", sage ich. "Und was studierst du?" "Medizin...Chirurgie..." "Sag ruhig Metzger. Das sind alles Verbrecher. Soll ich dir mal was zeigen?" Sie knüpft behutsam ihre Chiffonbluse auf, und mir wird beim Anblick ihres Körpers ganz flau in den Knien. "Hör mal, du sollst dich nicht ausziehen, sondern hier abziehen." "Nur eine Kleinigkeit." "Und das nennst du Kleinigkeit", sage ich tonlos, als sie meine Hand nimmt und zu ihrem Bauch führt. "Das geht ein bisschen weit. Ich bin..." "Ich auch", sagt sie.

 Und als ob zehntausend Vol tvon ihr auf mich überspringen, spüre ich ihr glühendes Fleisch knapp über den Hüften und eine breite Narbe. "Das hat so ein Typ wie du gemacht. Doktor Schulz, links der Isar. Ich kann keinen Bikini mehr tragen, und bei Föhn ziehts mir bis in die Füße. Jetzt weißt du, warum Chirurgen Metzger sind. Der hat mich richtig verstümmelt." "Aber ich bin ganz anders", sage ich und will sie an mich ziehen. Aber sie stößt mich weg. "So anders auch nicht. Knöpf mal wieder zu!" Meine Hände zittern. Sie hat mich zum zweiten mal erniedrigt. Aber in drei Minuten werde ich sie nie wiedersehen. Drüben vom Eingang kommt das Sirenensignal. "Was ist das?" sagt sie. "Jetzt geht das Tor zu. Wir kommen hier nie wieder raus", sage ich grinsend.

 "Wir sind gefangen. Und zwar für eine ganze Nacht. "Einen Augenblick starrt sie mich an, als überlege sie heftig. Dann sagt sie: "Dann schlaf ich bei Ludwig!" Mit leicht ausschwingenden Hüften schiebt sie an mir vorbei, dreht sich nochmal um und sagt: "Bei der Wohnungsnot finde ich es sowieso unmöglich, daß der Typ hier ganz alleine haust." Ihr dürft mich nicht für triebhaft halten. Aber ich hatte eine gewisse Verantwortung. Ich mußte ihr folgen. Was kann in so einem Schloss alles passieren. Und ich hatte nicht ganz unrecht. Denn vor dem Baldachinbett läßt sie ihre Chiffonbluse fallen. "Hör mal, hier steht alles unter Denkmalschutz", sage ich.

 "Denk mal!" sagt sie. "Das ist mir völlig egal. Schließlich hast du mich hier eingesperrt. Und ich wollte schon immer in einem Schloss schlafen." Sie zieht ihren BH aus, läßt den Rock fallen, setzt sich auf den Rand von Ludwigs Bett, als wäre es ihr eigenes, und steckt sich eine Zigarette in den Mund. Mir fehlen die Worte. Alles ist so verwirrend, daß ich am ganzen Körper zittere. "Hat er eigentlich nie mit Lola Montez hier gepennt?" fragt sie und legt auch noch den Rest ab. "Übrigens bist du ungebildet", sage ich. "Das war Ludwig I." "Und was war mit Sissy?" "Nicht einmal mit ihrer Schwester hat er was gehabt", sage ich. "Du hast wirklich keine Ahnung." "Das wollte ich nur wissen. Dann bin ich nämlich die erste Frau, die hier schläft", sagt sie und räkelt sich wohlig auf dem Samt.

 "Das ist ja ein super Bett! Hast du mal Feuer?" "Bist du verrückt! Hier ist alles aus Holz", schreie ich, weil meine Geduld endgültig reißt, springe über den Kordon aus blauer Samtkordel und packe sie an den Schultern. "Das ganze Schloss brennt ab." "Findest du es denn schön?" fragt sie lächelnd, und erst jetzt merke ich, daß wir aufeinanderliegen. Ihr Atem streift mein Gesicht. Ihr Körper glüht an meinem. Ohne das einer etwas sagt, wachsen wir uns langsam entgegen. Ich werfe mein Hemd weg, höre die Gürtelschnalle herunterpoltern. Ihr kleiner atmender Bauch ist unter mir, hebt und senkt sich, wie eine Welle, die irgendwo aus dem Dunkel kommt. Ihre Lippen fangen an, mit meinen zu spielen. Feucht und hungrig.

Ihr Körper trägt mich plötzlich empor, daß ich fast schreien möchte vor Glück. Dann bricht sie auseinander. Die Welle. Ich versinke in ihr. Seufzend wirft sie immer wieder den Kopf zurück. Ihre Lippen sind aufeinandergebissen. Bis sie sagt: "So'n Höhepunkt hat Ludwig sicher nie gehabt!" Ich bin richtig stolz. "Tee oder Kaffee", sagt irgendwann eine sanfte Stimme an meinem Ohr. Ich fahre hoch. Das viele Licht blendet meine Augen. Wo bin ich? Schloss Linderhof. "Mein Gott! Wir sind wahnsinnig", sage ich und springe auf. "Mein Job, mein Studium, alles läuft mir davon." Unten höre ich die Stimmen der ersten Schlossbesucher. "Du mußt los. Verschwinden. Verstehst du?" sage ich zu ihr. "Ach so einer bist du", sagt sie und nimmt mit spitzen Fingern meine Hose von ihrem Rock. "Du hast ja keine Ahnung, wie ich bin", sage ich und küsse sie flüchtig. "Also nachts bist du netter als morgens", sagt sie. Ich stürze nach unten, schließe die Tür auf und starre in fünfzig Gesichter, die so aussehen, wie ich mich fühle. Furchtbar. "Meine Damen und Herren, wir befinden uns nun in Schloss Linderhof...", beginne ich meinen Text. "Es wurde in den Jahren 1870 bis 1878 von Dollmann erbaut." In diesem Augenblick höre ich ihre spitzen Absätze die Treppeher unterkommen und versuche, die Blicke der Besucher abzulenken. "Wenn Sie hier an die Decke der Vorhalle schauen, sehen Sie einen einmaligen Lüster. Er wurde von sieben Frauen in drei Jahren Handarbeit..." "Ciao!" sagt eine Stimme hinter mir, und niemand achtet mehr auf den Leuchter. Sie rauscht mit einem Lächeln vorbei, und ihre Flaschenabsätze schaukeln über den Kies. "Ruf mich mal an!" sage ich, aber als sie ihre Haare in den Nacken wirft und davon rennt, fällt mir ein, daß sie gar nicht weiß, wie ich heiße. "Ist die noch von gestern hier?" fragt ein junger Mann höhnisch, als könne ihm so was nie passieren. "Nein, die ist original aus der Zeit", sage ich. Es ist alles Routine in meinem Beruf. "Hier, meine Damen und Herren, sehen sie das Bett, in dem Ludwig seine einsamen Nächte von Linderhof verbrachte..." "Da liegt ja noch sein BH", sagte jemand. Mir wird abwechselnd heiß und kalt. Auf dem Hocker neben dem Baldachinbett liegt wirklich ein kleines weißes Bündel. Wie eine Entweihung dieser heiligen Stätten. Und im letzten Raum erfahre ich auch, warum sie es so eilig gehabt hat. Die Vase fehlt. Sie hat sie also doch mitgenommen. Die ganze Nacht lang hat sie mich nur zum Narren gehalten. Mit einemmal fange ich an, sie endgültig zu hassen. Über Ludwig II. gibt es ganze Bücher. Von ihr wußte ich nur, daß irgendein Doktor Schulz sie irgendwann einmal am Blinddarm operiert hatte. Und zwar schlecht. Moment mal! Wir leben ja nicht mehr in der ausschweifenden Zeit bayerischer Könige, sondern in einem Zeitalter, wo jeder Blinddarm gespeichert ist. Und schließlich war ich Mediziner. Nach zwei Tagen wußte ich, wie sie hieß, wo sie wohnte und welche Kinderkrankheiten sie gehabt hatte - Alle. "Störe ich?" sagte ich, als sie mir im düsteren Treppenhaus einer Schwabinger Mietsvilla aufmachte und ich in der Tür nur ihre Silhouette erkennen konnte. Trotzdem muß sie gedacht haben, ich sei ein Geist. "Ja", antwortete sie und strich sich nervös durch die Haare. "Ich wollte dir auch nur sagen, daß sie mich rausgeschmissen haben." "Was?" Sie öffnete die Tür etwas weiter. "Komm rein! Sie haben...wegen der.." "Vase", sagte ich und sah jetzt, da? sie leichenblaß war. Dann saßen wir uns stumm eine Weile im Wohnzimmer gegenüber. Bis ich sagte: "Wo ist sie?" "Wer?" "Die Vase." "Dann komm!" Sie ging vor mir her,öffnete eine Tür, und ich prallte aus ihrem Schlafzimmer zurück. "Du bist wahnsinnig!" In den hundert kleinen Borden über und neben ihrem Bett standen Bronzen, Miniaturen, Sammeltassen, Marmorbruchstücke aus Tempeln, Reliefs, Tanagrafiguren, wertvolles Silber. Ich konnte gar nicht so schnell kucken. Und mitten darunter die Vase aus Linderhof. "Das bin ich", antwortete sie. "Bei dir muß früher was schiefgelaufen sein", sagte ich. "Souvenirs, Souvenirs...", antwortete sie lächelnd und trat so dicht an mich heran, daß ich den Duft ihres Körpers spüren konnte. "So'n Hobby von mir. - Deswegen wollte ich dich nicht wiedersehen. Es gibt eigentlich nur etwas, auf das ich noch mehr abfahre." "Und was?" "Das!" sagte sie und zog mich über sich aufs Bett. Ich konnte mich nicht wehren. Wir fielen sprach- und atemlos übereinander her, als würden wir jetzt erst unsere Körper entdecken. Sie wehrte sich und verschlang mich zugleich, seufzt evor Glück und vor Schmerz, bis ich sie ganz hatte. Bis alles aus ihr herausbrach und sich wieder die wilde Welle unter mir auftat, die mich einem dunklen unbekannten Gestade zutrieb. An dem ich erschöpft liegen blieb. Damals kam mir der Gedanke, ich könne sie retten. "Tee oder Kaffee?" weckte mich ihre Stimme aus einem schweren Traum. "Gib sie zurück!" sagte ich. "Wen?" flüsterte sie scheinheilig. "Die Vase." "Aber die ist meine einzige Erinnerung an dich." "Dann muß ich wohl hierbleiben", sagte ich und blieb einfach in ihrer Wohnung. Zwei Jahre. Heute sind wir längst verheiratet. Geheilt habe ich sie noch nicht. Auf der Hochzeitsreise mußte ihr dauernd Andenken aus der Handtasche holen und sie den Eigentümern wiedergeben. Es gibt kaum einen Ladenbesitzer oder Museumsdirektor, bei dem ich mich nicht schon persönlich für Petra entschuldigt hätte. Trotzdem habe ich noch Hoffnung.

Deine Bewertung:

 
 
 

Zuletzt bewertete Storys aus unseren erotischen Geschichten

nach oben